Rebsortenlehrpfad Frankenwein: Schwarzriesling (Rotwein)

Schwarzriesling (Rotwein) aus Unterfranken
Schwarzriesling (Rotwein) aus Unterfranken
  • Über 1.600 Jahre alt
  • Wein:
    • ein schlankes gewürzdurchwobenes Fruchtbündel
    • gerundet
    • schmelzig
    • einlullende Warmherzigkeit
    • meist kirsch- bis ziegelrot
    • imposanter Essensbegleiter

Unterfränkischer Wein: Infos zur Rebsorte Schwarzriesling

Schwarzriesling ist eine rote Rebsorte, die mit der Weißweinrebe Riesling nur Wuchs und Form gemeinsam hat. Sie galt lange Zeit als Mutante des Blauen Spätburgunders. Heute weiß man, dass der Schwarzriesling bei zahlreichen Kreuzungszüchtungen (sehr oft mit Traminer) beteiligt war, und den Urvater der Burgunderfamilie darstellt.

Traube des Pinot Meunier
Traube des Pinot Meunier

Paul K. Boss und Mark R. Thomas vom CSIRO Plant Industry and Cooperative Research Centre for Viticulture in Glen Osmond, Australien, fanden heraus, daß die Rebe aufgrund eines mutierten Gens nicht auf Gibberellinsäure, ein Pflanzenhormon, anspricht. Dies erklärt den unterschiedlichen Reifeverlauf und die etwas kleinere Größe im Vergleich zu Pinot-Noir-Beeren.

In Frankreich trägt die Sorte den Namen Pinot Meunier (Müller-Pinot). Diesen Namen hat sie deshalb, weil ihre stark behaarten Blätter auf der Unterseite aussehen, als seien sie mit Mehl bestäubt. In Deutschland ist deshalb auch Müllerrebe ein Synonym für den Schwarzriesling, in Österreich Blaue Postitschtraube (Anbau in der österreichischen Steiermark und in der Ostschweiz) und in Australien Miller's Burgundy (Anbau in Südostaustralien).

Der Fränkische Rechen, das Wappen Frankens

 

Quelle der Texte unter "Unterfränkischer Wein: Infos zur Rebsorte Schwarzriesling" sind vom Artikel "Schwarzriesling" und deren Autoren von Wikipedia.

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